IANUS-Preis

Ausschreibung 2020

IANUS-Preis 2020 für naturwissenschaftlich-technische Friedens- und Sicherheitsforschung. Einreichungen sind bis 31.7.2020 möglich.

Eingereicht werden können Qualifikationsarbeiten (insb. Studien/Projekt-, Bachelor-, Masterarbeiten, Publikationen oder Dissertationen), die seit August 2018 abgeschlossen wurden.

Nominierungen, einschließlich Selbst-Nominierungen können unter dem Betreff “IANUS-Preis” an eingereicht werden. Beizufügen ist eine PDF-Version der vorgeschlagenen Arbeit sowie optional weitere Anhänge (Lebenslauf, Gutachten).

Die IANUS-Preisverleihung findet am 2.12.2020 von 13 bis 14 Uhr im Vortragssaal der ULB (S1|20 UG) im Rahmen des Akademischen Viertels statt.

Der IANUS-Preis (1.000€) würdigt herausragende Qualifikationsarbeiten aus allen Fachrichtungen der TU Darmstadt.

Einschlägig für den Preis sind beispielsweise…

  • Arbeiten, die gleichzeitig zu ihrer naturwissenschaftlich-, technikwissenschaftlich-, ingenieurwissenschaftlichen oder Informatik-bezogenen Forschungsthematik Fragen zur prospektiven Technikbewertung stellen und mögliche damit einhergehende Entwicklung thematisieren: So könnte zum Beispiel gefragt werden, mit welchen Möglichkeiten eines Dual Use gerechnet werden kann und wie sich diese durch technische und/oder gesellschaftliche Maßnahmen mildern lassen?
  • Arbeiten zur nachhaltigen Entwicklung (zum Beispiel in den Bereichen der Wasserversorgung), die wesentlich eine mögliche Eindämmung von Konfliktursachen diskutiert oder konkrete Problemlösungen vorschlägt. Arbeiten zur nachhaltigen Entwicklung (zum Beispiel in den Bereichen der Wasserversorgung), die wesentlich eine mögliche Eindämmung von Konfliktursachen diskutiert oder konkrete Problemlösungen vorschlägt. Auch könnten neuartige Konfliktursachen erst kenntlich gemacht werden (Beispiel: kritische Rohstoffe), um der Forschung, Entwicklung sowie der Politik Gefahren, aber auch Alternativen aufzuzeigen. Hier könnte wissenschaftliche und technische Forschung die objektiv gegebenen Spielräume für verantwortliches Handeln erweitern.
  • Arbeiten welche wertorientierte Sicherheitsforschung zur Bildung einer Sicherheitskultur entwickeln, zum Beispiel für Bereiche wie kritische Infrastrukturen, Industrie 4.0, die Energiewende, nukleare, biologische und chemische Sicherheit, sowie Cyberpeace. Auch Fragen von Responsible Research and Innovation wären hier möglich.
  • Forschungsansätze, die die Ambivalenz des wissenschaftlich-technischen Fortschritts thematisieren. Wissenschaft und Technik produzieren oder verhärten auch Konflikte, vermögen oftmals aber auch die Mittel für deren Überwindung bereitzustellen.

Mitglieder der Jury (für die IANUS-Netzwerkgruppe) sind Prof. Dr. Markus Lederer (Internationale Politik), Prof. Dr. Alfred Nordmann (Philosophie der Technowissenschaften) und Prof. Dr. Christian Reuter (Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit).

IANUS-Preisträgerinnen und -Preisträger 2019

Über den IANUS-Preis 2019 für naturwissenschaftlich-technische Friedens- und Sicherheitsforschung durften sich Christopher Fichtlscherer, Verena Zimmermann und Stefka Schmid freuen.

Die Würdigung und Preisverleihung fand auf der Konferenz SCIENCE PEACE SECURITY 19 (www.sps.peasec.de) vom 25.-27.9.2019 im Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt statt.

Mitglieder der Jury (für die IANUS-Netzwerkgruppe) waren Prof. Dr. Markus Lederer (Internationale Politik), Prof. Dr. Alfred Nordmann (Philosophie der Technowissenschaften) und Prof. Dr. Christian Reuter (Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit).

Die Preisträgerinnen des IANUS-Preises 2019 Stefka Schmid, Verena Zimmermann (jeweils zweiter Preis) und der Preisträger Christopher Fichtlscherer (erster Preis) mit den Jury-Mitgliedern der IANUS-Netzwerkgruppe Prof. Christian Reuter, Prof. Markus Lederer und Prof. Alfred Nordmann (jeweils von links nach rechts).

Eine ausführlichere Beschreibung der Verleihung finden Sie auf folgenden Seiten von PEASEC: https://peasec.de/2019/ianus-preis-2019/.

Eine digitale Version des Tagungsbands 2019 können Sie sich über folgenden Link herunterladen: https://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/9164/.

Preisträgerinnen und Preisträger:

Christopher Fichtlscherer (Physik-Bachelorarbeit: “Dose Rate Calculations for the PRISM Reactor”)

Stefka Schmid (Forschungspraktikumsarbeit: “Meaningful Human Control of LAWS: The CCW-Debate and its Implications for Value-Sensitive Design”)

Verena Zimmermann (Forschungspaper: “Moving from a ”Human-as-Problem“ to a ”Human-as-Solution“ Cybersecurity Mindset”)

Ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger

2006: Dr. Alexander Glaser (Doktorarbeit “NeutronicsCalculationsRelevant to the Conversion of Research Reactors to Low-Enriched Fuel”)

2008: Johanna Born (Bachelor-Thesis: “Proliferationspotential von Gasultrazentrifugen”)

2008: Leander Hohmann (Bachelor-Thesis: “Neutronenphysikalische Untersuchung homogener TH02-PU02-Brennstoffe in Hinblick auf Proliferationsrelevanz und ihr Potential zur Plutoniumbeseitigung”)

2008: Moritz Kütt (Bachelor-Thesis: “Proliferationsproblematik beim Umgang mit Plutoniumbrennstoffen: Abbrandrechnungen zur Rolle von 238Pu”)

2010: Hannes Kurtze (Master-Thesis: “Konfliktzone Technik – Technik in den Gesellschaftstheorien von Luhmann und Habermas”)