FiF-Forum 2025: „Psychische Erkrankung – Wege aus der Krise.“ Eine Informationsveranstaltung für Betroffene und Interessierte.
Mit Vortrag von Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs zum Thema „Schnell, schneller, zu schnell. Überforderung, Burn-out und Depression“.
Die Veranstaltung umfasste neben dem Vortrag von Thomas Fuchs eine sich daran anschließende Podiumsdiskussion sowie eine Ausstellung der TU-Angebote zum Thema. Angesprochen wurden alle Beschäftigten und Studierenden der TU Darmstadt.
Gute Gesundheit, sowohl körperlich als auch psychisch, ist entscheidend, um gut und erfolgreich arbeiten und studieren zu können. Oft wird die Bedeutung der psychischen Gesundheit unterschätzt, da sie nicht immer sichtbar ist. Symptome, wie Erschöpfung, Schlafstörungen oder Gereiztheit können sich schleichend entwickeln und zu ernsthaften Erkrankungen führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Es ist wichtig, offen über diese Themen zu sprechen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass psychische Erkrankungen genauso ernst genommen werden sollten wie körperliche. Unterstützung zu suchen und sich um die eigene mentale Gesundheit zu kümmern, ist ein wesentlicher Schritt.
„Psychische Erkrankung – Wege aus der Krise"
Der neue FiF-Podcast dokumentiert zentrale Passagen des Forums „Psychische Erkrankung – Wege aus der Krise“ vom 26. Juni 2025. Im Mittelpunkt steht der Vortrag des Heidelberger Psychiaters und Philosophen Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs zum Thema: „Schnell, schneller, zu schnell. Überforderung, Burnout und Depression.“
Ziel der Veranstaltung
Die Veranstaltung des FiF hat das Ziel, zur Enttabuisierung des Themas auch in universitären Zusammenhängen beizutragen und im besten Sinne über das Thema, seine Zusammenhänge und mögliche Antworten aufzuklären. Angeboten werden darüber hinaus Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs – für alle Statusgruppen der TU Darmstadt aus Wissenschaft und Verwaltung.
Vortragsfolien zum Forum (1.5 MB) (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet)
In memoriam Felix Hill (1983-2024)
Felix Hill war ein junger, hochbegabter KI-Forscher. Promoviert an der University of Cambridge, war er zuletzt einige Jahre als international geschätzter Senior Researcher einer der besten Forschungsabteilungen – Google DeepMind in London – tätig. Am 5. Dezember 2024 setzte er seinem Leben ein Ende, das seit 2023 zunehmend von psychischen Problemen, Depressionen und Psychosen geprägt war. Von ihm hinterlassene Texte sprechen offen von Einsamkeit, Angst, Isolation, auch von gewaltigem Druck. Gravierende psychische Probleme korrelieren mit Drogen- und Alkoholmissbrauch, der zu unerträglichen Psychosen und letztlich zur Suizid-Entscheidung führt.
Felix Hill hat in den hinterlassenen Texten ausdrücklich dem Wunsch Ausdruck gegeben, seine Geschichte weiterzuerzählen – nicht um ihrer selbst willen, sondern um andere, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind, zu ermuntern, sich rechtzeitig Hilfe und Rat zu holen. Wir nehmen Felix Hill beim Wort und ehren sein Andenken, indem wir diese Texte im Rahmen dieses FiF-Forums öffentlich zugänglich machen.
Felix Hill hat das Ziel dieser Veranstaltung bereits vorformuliert:
…„Returning to the question of mental health, one thing I hope to do by sharing my story is to reduce stigma and generally further the progressive evolution of society in a small way. Not long ago people were embarrassed to have cancer. In Humans of AI I tried to raise this a bit with Druv Batra, but I wasn’t brave enough to do it properly. Maybe we can use some of my savings to get the message out further. I’m ashamed of many things, but I’m not ashamed of my illness, and it would be nice to build a world where nobody is.“…
Vortrag und Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer
Bei der Veranstaltung ging es um folgende Fragen: Wie wird das Thema aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven gesehen? Wie werden Phänomene psychischer Krankheit wahrgenommen, wie zeigen sie sich? Wie werden Betroffene „resilient“? Welche Hilfs- und Beratungsangebote gibt es konkret an der TU Darmstadt?
Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs – Professor am Universitätsklinikum HeidelbergSektion Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie (wird in neuem Tab geöffnet) und Leiter der Tagesklinik Blankenburg (wird in neuem Tab geöffnet).
Vortrag zum Thema: „Schnell, schneller, zu schnell. Überforderung, Burn-out und Depression“.
Der Vortrag von Professor Fuchs wurde sekundiert von einer Podiumsdiskussion, an der neben dem Referenten folgende Personen teilnahmen:
- Nadine Balzter – Leitung Studentisches Gesundheitsmanagement der TU Darmstadt
- Dr. Donya Gilan – Psychologische Leiterin der Transkulturellen psychiatrischen Ambulanz an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz
- Prof. Dr. Iryna Gurevych – Professorin am Fachbereich Informatik, LOEWE-Zentrum DYNAMIC & Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab
- Prof. Dr. Felix Kühnle – Professor am Fachbereich Humanwissenschaften, Sportsoziologie
- Dipl.-Soz. Frauke Spreckels – Leiterin der Beratungsstelle für Beschäftigte BuB der TU Darmstadt
Die Moderation übernahm Frau Dr. Claudia Becker.
| Angebot für | Standnummer | Einrichtung | Besonderer Hinweis |
| Alle | A1 | Kunstforum TU Darmstadt |
Mit seinem Wanderatelier lädt das Kunstforum der TU Darmstadt alle dazu ein, das freie Malen (wieder) zu entdecken. Malen wirkt beruhigend und regt Glücksgefühle an. Es ist ein kraftvolles Mittel zur Selbstheilung und Krisenbewältigung. Es hilft uns, Emotionen zu verarbeiten, Stress abzubauen, Selbstvertrauen zu gewinnen und neue Lösungswege zu entdecken. Wanderatelier |
| A2 |
LOEWE-Zentrum DYNAMIC The Dynamic Network Approach of Mental Health to Stimulate Innovations for Interventions and Change |
In DYNAMIC forschen und arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Psychologie, der Psychiatrie, aus der Statistik sowie aus dem Machine Learning zusammen mit der gemeinsamen Vision, psychische Erkrankungen besser zu verstehen. Dazu verwenden wir multimodale, dynamische Daten zur individuellen Charakterisierung psychischer Probleme. Zu diesem Zwecke verwenden wir vor allem dynamische Netzwerk- und Machine-Learning-Modelle und entwickeln entsprechende Methoden weiter. | |
| A3 | Servicestelle Familie | Die Servicestelle Familie ist für alle Angehörigen der TU Darmstadt zuständig. Sie konzipiert und koordiniert strategische Maßnahmen für eine familiengerechte Universität und nimmt dabei die Belange von Eltern, pflegenden Angehörigen sowie Beschäftigten und Studierenden mit weiteren Care-Verpflichtungen in den Blick. Individuelle Anliegen sind jederzeit willkommen. | |
| Gleichstellung an der TU Darmstadt | Die Gleichstellungsbeauftragte ist eine vertrauliche Anlaufstelle für alle Studierenden und Beschäftigten der TU Darmstadt. Im Gleichstellungsbüro werden zentrale Angebote und Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen entwickelt und koordiniert. | ||
| A4 | Unisport Zentrum | Das Unisport-Zentrum (USZ) der Technischen Universität Darmstadt ist eine zentrale Einrichtung der TU Darmstadt und bietet den Studierenden und Beschäftigten einen bewegten Ausgleich zum oft bewegungsarmen Unialltag und ist im Bereich der Gesundheitsförderung aktiv. | |
| A5 | Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA) | Fachberatung zu allen Themen der Hochschuldidaktik und Hochschullehre: Hochschuldidaktische Weiterbildung und Beratung, Evaluation, E-learning, Schlüsselkompetenzen, Wohlbefinden und Gesundheit, Diversität in Studium und Lehre. | |
| A6 | SchreibCenter am Sprachenzentrum | Die zentrale Beratungsstelle für akademisches Schreiben bietet verschiedene Veranstaltungen zum Thema »Schreiben für mentale Balance« an. | |
| A7 | dost. | „dost.“ ist ein HIGHEST-unterstütztes Start-up der TU Darmstadt, das junge Menschen in kritischen Momenten auffängt – wenn Stress, Ängste oder erste depressive Verstimmungen aufkommen und man noch auf eine Therapie wartet. Über einen dafür speziell entwickelten KI-Chatbot bietet dost. anonyme, sofort verfügbare Unterstützung basierend auf bewährten Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. Das beruhigende, reizarme Design schafft einen sicheren Raum für erste Stabilisierung und ebnet den Weg zu weiterführender Hilfe – genau dann, wenn sie am meisten gebraucht wird. | |
| Beschäftigte | B1 | Ingenium | Young Researchers at TU Darmstadt ist die Dachorganisation zur Förderung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen der TU Darmstadt und berät zu allen außerfachlichen und karriererelevanten Fragen in der Promotions- und Postdoc-Phase. Mehr erfahren |
| Welcomecentre | Das Welcome Centre unterstützt internationale Forschende und akademisch technische Mitarbeiter:innen an der TU Darmstadt und bietet fachkundige Beratung und praktische Hilfe bei nicht-wissenschaftlichen Fragen des internationalen Forscherlebens in Darmstadt. | ||
| B2 | Beraten Unterstützen Begleiten (BUBB) | Beraten, unterstützen und begleiten alle Beschäftigten der TU Darmstadt bei sozialen, beruflichen, persönlichen Fragen und im Konfliktfall. |