Warzecha, Heribert

Biologie

Mehr zur Person

Die Herausforderung:

Tabak kann vor Grippe schützen, Pflanzen können Impfstoffe herstellen. Dem entgegen steht eine vielleicht ängstliche, vielleicht feindselige Öffentlichkeit.

Aus der Diskussion:

Vielleicht gibt es so etwas wie eine Urangst vor neuer Technik, die alle Bereiche erfasst und in Bezug auf unsere Lebensmittel besonders stark ausgeprägt ist. Auch wenn Ängste verständlich oder gut begründet sind, ist es nicht leicht, rational mit ihnen umzugehen und sie gewissermaßen durch Argumente zu bekehren. Die Bereitschaft zur Differenzierung ist offenbar wichtig – nicht alle gentechnischen Anwendungen sind gleich, nicht einmal im Nahrungsmittelbereich. Und nicht alle Ängste sind gleich – auch wenn Ängste bezüglich Gesundheitsrisiken nicht gerechtfertigt sind, kann es legitime Ängste um Biodiversitätseffekte oder ausbeuterische Geschäftsmodelle geben. Hier muss der Dialog von Forschung und Öffentlichkeiten verbessert werden. Wichtig ist vor allem die Vertrauenswürdigkeit der Forschung.

Perspektiven:

Es würde sich lohnen, öffentliche Kontoversen und Berichterstattungen nachträglich und aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch unter die Lupe zu nehmen: Wie gut ist unsere Gesellschaft z.B. mit dem Problem „Glyphosat“ umgegangen?