Buxmann, Peter

Wirtschaftsinformatik

Mehr zur Person

Die Herausforderung:

Wenn wir im Internet unterwegs sind, hat auch das Kostenlose seinen Preis. Welchen Beitrag kann die Erforschung von Geschäftsmodellen und Nutzereinstellungen leisten, um einen umsichtigen Umgang mit den Angeboten zu ermöglichen?

Aus der Diskussion:

Dies ist ein Beispiel dafür, wie sich die Gelegenheit zu gesellschaftlich verantwortlicher Forschung erst im Laufe der Zeit ergibt – in diesem Fall auf Grund der Nachfrage zum Beispiel von Schulbuchautoren und Radiosendern. Wenn Nutzer gefragt werden, was sie davon halten, mit ihren privaten Daten für den Zugang zu vielen Angeboten zahlen zu müssen, antwortet eine große Mehrheit, dass sie dies zwar nicht in Ordnung findet, dass es aber offenbar so sein müsse. Verbirgt sich hinter dieser Auskunft eine kritische Haltung oder ist sie vor allem Eingeständnis einer nicht weiter hinterfragten Notwendigkeit des Mitmachens? Spricht hier der ermächtigte oder entmächtigte Konsument? Dies ist wichtig für die Entwicklung alternativer Angebote, die die Privatsphäre von Nutzern besser schützen, aber vielleicht kein so großes Netzwerk bieten.

Perspektiven:

Wenn es um den Schutz der Privatsphäre geht, sind Entwickler und Forscher, sind Recht und Politik, sind Anbieter und Verbraucher gefordert. Das Zusammenspiel dieser Akteure sollte näher betrachtet werden – einen Anfang macht die Ringvorlesung „Schutz der Privatsphäre – ‚Privacy by Design‘ als technisches und gesellschaftliches Konstruktionsprinzip“ (SS 2013, mittwochs um 16:15).