Auslender, Ariel

Architektur/Plastisches Gestalten

Mehr zur Person

Die Herausforderung:

Die Zusammenarbeit mit einem Künstler bei der Suche nach einer technisch-architektonischen Problemlösung konfrontiert alle Beteiligten mit neuen Fragen.

Aus der Diskussion:

„Instant Homes ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Fachbereiche Chemie, Architektur und Maschinenbau. Das Ziel: Eine faltbare Notunterkunft aus Papier, die stabil, wetterfest, einfach aufzubauen und gleichzeitig wohnlich ist. Die Papierhäuser sollen Menschen nach Katastrophen ein Gefühl von Struktur und Ordnung zurückgeben.“ So stand es in der hoch3. Es ist vor allem der Künstler, der in Katastrophengebieten und Flüchtlingslagern nicht nur praktische und technische Anforderungen sieht, sondern das ästhetische Problem, Menschen jenseits des Chaos einen Ort der Ruhe und Sicherheit zu bieten. Damit ist es dann nicht mehr nur die Hand, die im kreativen Prozess „so geht das nicht“ sagt, sondern sind es jetzt auch Ingenieure, Materialforscher, Hilfsorganisationen die „so geht das aber nicht“ sagen. Das Papierhaus als soziale Skulptur ist erst dann fertig, wenn der Künstler damit zufrieden ist, aber auch wenn die Probleme des Materials, der Konstruktion, der Kosten gelöst sind.

Perspektiven:

Welche Wertvorstellungen können und sollen in Gestaltungsprozessen berücksichtigt werden? Und warum ist es wichtig, über rein technische Problemdefinitionen hinauszugehen? Dafür bietet diese Zusammenarbeit ein wichtiges Fallbeispiel, das sich auch kontrovers diskutieren lässt. Warum Ecken und Kanten und Linien und nicht weich hügelige, der Landschaft angepasste Formen? Die weitere Entwicklung des Papierhauses sollten wir also im Blick behalten.