IANUS-Förderlinie

Science Peace Security Konferenz

Über IANUS

IANUS steht für natur- und ingenieurwissenschaftliche Friedensforschung im Austausch mit den Sozial- und Geisteswissenschaften und versteht sich als multi- und transdisziplinäres Netzwerk von Forschern an der TU Darmstadt. Seit Januar 2018 und befristet zunächst bis September 2022 ist IANUS Teil des Forum interdisziplinäre Forschung. Verbunden ist die Neustrukturierung mit einer Förderlinie für interdisziplinäre Forschungsprojekte zur naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung. Aktivitäten von IANUS werden in Absprache mit den IANUS-Sprechern und dem für IANUS-Belange zuständigen FiF-Fellow von der FiF-Geschäftsstelle koordiniert.

IANUS Preis 2019 – Ausschreibung bis 31.07.2019

Der IANUS-Preis 2019 (1000€) würdigt herausragende Qualifikationsarbeiten aus allen Fachrichtungen der TU Darmstadt

Einschlägig für den Preis sind beispielsweise…

  • Arbeiten, die gleichzeitig zu ihrer naturwissenschaftlich-, technikwissenschaftlich-, ingenieurwissen-schaftlichen oder Informatik-bezogenen Forschungsthematik Fragen zur prospektiven Technikbewertung stellen und mögliche damit einhergehende Entwicklung thematisieren: So könnte zum Beispiel gefragt werden, mit welchen Möglichkeiten eines Dual Use gerechnet werden kann und wie sich diese durch technische und/oder gesellschaftliche Maßnahmen mildern lassen?
  • Arbeiten zur nachhaltigen Entwicklung (zum Beispiel in den Bereichen der Wasserversorgung), die wesentlich eine mögliche Eindämmung von Konfliktursachen diskutiert oder konkrete Problemlösungen vorschlägt. Auch könnten neuartige Konfliktursachen erst kenntlich gemacht werden (Beispiel: kritische Rohstoffe), um ForschernInnen, EntwicklerInnen und auch PolitikerInnen Gefahren, aber auch Alternativen aufzuzeigen. Hier könnte wissenschaftliche und technische Forschung die objektiv gegebenen Spiel-räume für verantwortliches Handeln erweitern.
  • Arbeiten welche wertorientierte Sicherheitsforschung zur Bildung einer Sicherheitskultur entwickeln, zum Beispiel für Bereiche wie kritische Infrastrukturen, Industrie 4.0, die Energiewende, nukleare, biologische und chemische Sicherheit, sowie Cyberpeace. Auch Fragen von Responsible Research and Innovation wären hier möglich.
  • Forschungsansätze, die die Ambivalenz des wissenschaftlich-technischen Fortschritts thematisieren. Wissenschaft und Technik produzieren oder verhärten auch Konflikte, vermögen oftmals aber auch die Mittel für deren Überwindung bereitzustellen.

Eingereicht werden können Qualifikationsarbeiten (insb. Studien/Projekt-, Bachelor-, Masterarbeiten, Publikationen oder Dissertationen), die seit August 2017 abgeschlossen wurden.

Wir bitten um Nominierungen, einschließlich Selbst-Nominierungen bis 31.7.2019 unter dem Betreff „IANUS-Preis“ an . Beizufügen sind eine PDF-Version der vorgeschlagenen Arbeit sowie optional weitere Anhänge (Lebenslauf, Gutachten). Die Würdigung und Preisverleihung findet auf der Konferenz SCIENCE PEACE SECURITY 19 (www.sps.peasec.de) vom 25.-27.9.2019 im Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt statt.

Mitglieder der Jury (für die IANUS-Initiativgruppe) sind Prof. Dr. Markus Lederer (Internationale Politik), Prof. Dr. Alfred Nordmann (Philosophie der Technowissenschaften) und Prof. Dr. Christian Reuter (Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit).

Anschubfinanzierung für Forschungsprojekte

Ausschreibung 2019: FiF-Förderlinie, IANUS-Förderlinie

  • Die Frist zum Einreichen der fünfseitigen Antragsskizze ist der 18. September 2019.
  • Die TU Darmstadt fördert ein Projekt mit bis zu 60.000 Euro, maximal 90.000 Euro.
  • Die Entscheidung, welche Projekte eine Förderung erhalten. trifft die Kommission des Forum interdisziplinäre Forschung, FIF.

Die IANUS-Förderlinie

Im Rahmen der Förderinitiative Interdisziplinäre Forschung gibt es seit 2018 eine zusätzliche IANUS-Förderlinie zu Themen interdisziplinärer Friedens- und Konfliktforschung. Gefördert werden natur- und ingenieurwissenschaftliche Ansätze, denen es im IANUS-Zusammenhang insbesondere um Fragen von dual use, der Adressierung von Konfliktursachen oder einer nachhaltigen Sicherheitsforschung geht. Weitere Informationen sind hier.