IANUS Preis

Ausschreibung: IANUS-Preis 2020 für naturwissenschaftlich-technische Friedens- und Sicherheitsforschung

Einreichungen sind bis 31.7.2020 möglich. Wann und wo der Preis vergeben wird klärt sich in Kürze.

Eingereicht werden können Qualifikationsarbeiten (insb. Studien/Projekt-, Bachelor-, Masterarbeiten, Publikationen oder Dissertationen), die seit August 2018 abgeschlossen wurden.

Nominierungen, einschließlich Selbst-Nominierungen können unter dem Betreff „IANUS-Preis“ an eingereicht werden. Beizufügen ist eine PDF-Version der vorgeschlagenen Arbeit sowie optional weitere Anhänge (Lebenslauf, Gutachten).

IANUS-Preis

Der IANUS-Preis 2019 würdigte herausragende Qualifikationsarbeiten aus allen Fachrichtungen der TU Darmstadt

Einschlägig für den Preis sind beispielsweise…

  • Arbeiten, die gleichzeitig zu ihrer naturwissenschaftlich-, technikwissenschaftlich-, ingenieurwissen-schaftlichen oder Informatik-bezogenen Forschungsthematik Fragen zur prospektiven Technikbewertung stellen und mögliche damit einhergehende Entwicklung thematisieren: So könnte zum Beispiel gefragt werden, mit welchen Möglichkeiten eines Dual Use gerechnet werden kann und wie sich diese durch technische und/oder gesellschaftliche Maßnahmen mildern lassen?
  • Arbeiten zur nachhaltigen Entwicklung (zum Beispiel in den Bereichen der Wasserversorgung), die wesentlich eine mögliche Eindämmung von Konfliktursachen diskutiert oder konkrete Problemlösungen vorschlägt. Auch könnten neuartige Konfliktursachen erst kenntlich gemacht werden (Beispiel: kritische Rohstoffe), um ForschernInnen, EntwicklerInnen und auch PolitikerInnen Gefahren, aber auch Alternativen aufzuzeigen. Hier könnte wissenschaftliche und technische Forschung die objektiv gegebenen Spiel-räume für verantwortliches Handeln erweitern.
  • Arbeiten welche wertorientierte Sicherheitsforschung zur Bildung einer Sicherheitskultur entwickeln, zum Beispiel für Bereiche wie kritische Infrastrukturen, Industrie 4.0, die Energiewende, nukleare, biologische und chemische Sicherheit, sowie Cyberpeace. Auch Fragen von Responsible Research and Innovation wären hier möglich.
  • Forschungsansätze, die die Ambivalenz des wissenschaftlich-technischen Fortschritts thematisieren. Wissenschaft und Technik produzieren oder verhärten auch Konflikte, vermögen oftmals aber auch die Mittel für deren Überwindung bereitzustellen.

Eingereicht werden konnten Qualifikationsarbeiten (insb. Studien/Projekt-, Bachelor-, Masterarbeiten, Publikationen oder Dissertationen), die seit August 2017 abgeschlossen wurden.

Nominierungen, einschließlich Selbst-Nominierungen konnten unter dem Betreff „IANUS-Preis“ an eingereicht werden. Beizufügen war eine PDF-Version der vorgeschlagenen Arbeit sowie optional weitere Anhänge (Lebenslauf, Gutachten). Die Würdigung und Preisverleihung fand auf der Konferenz SCIENCE PEACE SECURITY 19 (www.sps.peasec.de) vom 25.-27.9.2019 im Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt statt.

Mitglieder der Jury (für die IANUS-Initiativgruppe) waren Prof. Dr. Markus Lederer (Internationale Politik), Prof. Dr. Alfred Nordmann (Philosophie der Technowissenschaften) und Prof. Dr. Christian Reuter (Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit).

IANUS-Preisträgerinnen und -Preisträger 2019

Über den IANUS-Preis 2019 für naturwissenschaftlich-technische Friedens- und Sicherheitsforschung durften sich Christopher Fichtlscherer, Verena Zimmermann und Stefka Schmid freuen.

Ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger

2006 Dr. Alexander Glaser (Doktorarbeit „NeutronicsCalculationsRelevant to the Conversion of Research Reactors to Low-Enriched Fuel“)

2008 Johanna Born (Bachelor-Thesis: „Proliferationspotential von Gasultrazentrifugen“)

2008 Leander Hohmann (Bachelor-Thesis: „Neutronenphysikalische Untersuchung ?homogener TH02-PU02-Brennstoffe in Hinblick auf Proliferationsrelevanz? und ihr Potential zur Plutoniumbeseitigung“)

2008 Moritz Kütt (Bachelor-Thesis: „Proliferationsproblematik beim ?Umgang mit Plutoniumbrennstoffen: Abbrandrechnungen ?zur Rolle von 238Pu“)

2010 Hannes Kurtze (Master-Thesis: „Konfliktzone Technik – Technik in den Gesellschaftstheorien von Luhmann und Habermas“)?