Hinweise zur Projektförderung

Hinweise zur Projektförderung

Die TU Darmstadt betrachtet Interdisziplinarität als Teil ihrer Universitätskultur und als forschungsstrategisches Instrument. Gemäß ihrem Leitbild fördert sie die interdisziplinäre Kooperation in Forschung und Lehre im Zeichen von Verantwortung, Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Die Zusammenarbeit von Disziplinen ist dabei nicht Selbstzweck, sondern dient dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Sind Problemstellungen so beschaffen, dass sie nur über die Grenzen von Disziplinen hinweg bearbeitet werden können, fördern interdisziplinäre Ansätze Innovation und Nachhaltigkeit der Forschungserträge. Problemorientierte, projektangemessene Interdisziplinarität ist ein entscheidendes Förderkriterium.

Über die Bewilligung von Forschungsanträgen entscheidet ausschließlich die FiF Kommission, die von Senat bestimmt wird. Die FiF Geschäftsstelle hat diesbezüglich keinerlei Entscheidungsbefugnisse.

NEU seit 2018

Im Rahmen der Förderinitiative Interdisziplinäre Forschung der TU Darmstadt gibt es seit 2018 eine zusätzliche Förderlinie zu Themen interdisziplinärer Friedens- und Konfliktforschung. Gefördert werden natur- und ingenieurwissenschaftliche Ansätze, denen es im IANUS-Zusammenhang insbesondere um Fragen von dual use, der Adressierung von Konfliktursachen oder einer nachhaltigen Sicherheitsforschung geht.

Übersicht

1. Förderkriterien

  • Wissenschaftliche Qualität
  • Interdisziplinarität der Projektgruppe (Priorität hat die „große Interdisziplinarität“ im Sinne der unten eingefügten Arbeitsdefinition der TU Darmstadt)
  • Gesellschaftliche bzw. globale Relevanz/Dringlichkeit
  • Bedeutung für die Schwerpunktsetzung an der TU Darmstadt
  • Interdisziplinäre Multiplikatoreneffekte an der TU Darmstadt
  • Vorhandene Erfahrungen der Antragsteller mit Verbundaktivitäten (z.B. Projekte, Veröffentlichungen, interdisziplinäre Lehre)
  • Dem Problemgegenstand angemessene Beteiligung verschiedener Disziplinen
  • Anschubwirkung, künftige Drittmittelperspektive
  • Angemessene Berücksichtigung der jeweiligen Fachdiskussion, deren wissenschaftlichen Adäquatheit und des aktuellen Forschungsstandes
  • Fördernotwendigkeit und Bedarfsadäquatheit
  • Darlegung inhaltlicher Qualifizierungsziele
  • Rückkopplung und Verbindung zur Lehre
  • Sichtbarkeit innerhalb und außerhalb der Universität

2. Antragstellung

Antragsberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Darmstadt, die mindestens eine abgeschlossene Promotion nachweisen können.

(1) die Generierung interdisziplinärer Projektarbeit bzw. die Initiierung, Verbesserung, Qualitätssicherung und Ausbau interdisziplinärer Kooperationen, z. B. interdisziplinäre Publikationen, Qualifizierungsmaßnahmen, Workshops.

(2) Verbundvorhaben zur Förderung konstitutiver interdisziplinärer Forschungskooperation, z. B. interdisziplinäre Doktorandengruppen.

(3) Durch neue Themenstellungen erweiterte interdisziplinäre Forschungsaktivitäten.

Die Kommission organisiert die Begutachtung und entscheidet ausschließlich über die Bewilligung der Anträge. Die FiF-Geschäftsstelle unterstützt die Kommission organisatorisch. Die FiF-Kommission wird vom Senat der TU Darmstadt eingesetzt, ist für zwei Jahre benannt und interdisziplinär zusammengesetzt.

Antragsskizzen sind unter in elektronischer Form beim Forum interdisziplinäre Forschung termingerecht einzureichen.

Mit weiteren Fragen zur Ausschreibung können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle des FiF (Tel. 22130), an die Mitglieder der FiF-Kommission und an Herrn Dr. Christof-Matthias Neubrand (Dezernat VI, Forschung und Transfer, Tel. 57214) wenden.

Für Fragen zur IANUS-Projektförderung steht im FiF Frau (Tel. 22136) zur Verfügung.

In der deutschsprachigen, maximal fünfseitigen Antragsskizze (incl. Anhänge), sollen folgende Aspekte beschrieben werden:

  • Begründung, Ziel und Vision der gewählten Themenstellung mit Bezug zur Thematik der Ausschreibung
  • Englischsprachiges Abstract, maximal 1000 Zeichen ohne Leerzeichen
  • Forschungsstand bzw. -defizite
  • Methodischer Ansatz, Arbeitsplan und Integration der am Projekt Beteiligten
  • Beantragte Summe und Verwendungszusammenhang (Personalmittel, Sachmittel, sonstige Mittel)
  • Voraussichtliche Projektlaufzeit
  • Perspektiven zur Einwerbung von Drittmitteln müssen erkennbar sein und dargelegt werden

Bei der digitalen Einreichung der Projektskizze (Stufe 1) sind Unterschriften nicht zwingend erforderlich.

Sollte Ihr Antrag zu einem Kurzvortrag (Stufe 2) eingeladen werden und die Möglichkeit einer Direktbewilligung (Anträge bis 60.000 Euro und mit einer Laufzeit bis zu 12 Monaten) entstehen, muss die Projektskizze, entsprechend den Rückmeldungen aus der FiF-Kommission, aktualisiert und unterschieben eingereicht werden. Bitte verwenden Sie digitale Unterschriften oder senden Sie uns das unterschriebene Deckblatt per Hauspost zu.

Die eingegangenen Forschungsförderanträge werden in einem mehrstufigen Verfahren gemäß den genannten Kriterien begutachtet.

Stufe 1: deutschsprachige Antragsskizze (max. fünf Seiten) mit englischsprachigem Abstract

Stufe 2: Kurzvortrag vor der FiF-Kommission. Kommt es zu einer Direktbewilligung (möglich bei Anträgen bis 60.000 Euro und mit einer Laufzeit bis zu 12 Monaten) muss die Projektskizze aktualisiert und unterschieben eingereicht werden.

Stufe 3: Vollantrag nach Aufforderung gemäß den DFG-Hinweisen zur Beantragung einer Sachbeihilfe. Für Anträge bis 90.000 Euro und mit einer Laufzeit bis zu 24 Monaten. Zwischenevaluierung nach 12 Monaten.

Stufe 4: Bewilligung

Nach einer Vorauswahl sind Beratungsrunden der Bewilligungskommission mit Antragstellenden vorgesehen.

Die FiF-Kommission behält sich vor, die Anträge durch externe Gutachter_innen prüfen zu lassen.

Bei Anträgen, die eine Gesamtsumme von 60.000 Euro überschreiten (maximale Summe: 90.000 Euro), wird in jedem Fall eine Begutachtung durchgeführt. Dies erfordert die Erstellung eines Vollantrags. Bei der Begutachtung gelten die Grundsätze der DFG.

Externe Forscher_innen sowie Gastprofessor_innen an der TU Darmstadt sind nicht antragsberechtigt. Mittel können nicht an externe Einrichtungen oder Kooperationspartner_innen ausgeschüttet werden.

Die Vollantragstellung orientiert sich an den Hinweisen der DFG zur Beantragung einer Sachbeihilfe. Die Arbeitssprache (Deutsch/Englisch) soll den Gepflogenheiten der kooperierenden wissenschafltichen Disziplinen entsprechen.

Vollanträge bis zu einer Antragssumme von 90.000 Euro sollen maximal achtzehn Seiten umfassen.

Zur Begutachtung von Anträgen, die eine Gesamtantragssumme von 60.000 Euro überschreiten, werden auf jeden Fall externe Gutachter_innen hinzugezogen. Bei der Begutachtung gelten die Grundsätze der DFG. Mit den externen Gutachter_innen wird eine Geheimhaltungsvereinbarung geschlossen.

Der Vollantrag muss unterschrieben eingereicht werden. Bitte verwenden Sie digitale Unterschriften oder senden Sie uns das unterschriebene Deckblatt per Hauspost zu.

Gefördert werden können zeitlich begrenzte, einjährige oder in besonderen Fällen zweijährige Vorhaben.

Im Sinne eines Anschubs von Neuem und zur Bildung von Forschungskernen werden kleinere Projekte in Höhe von 45.000 bis 60.000 Euro im ersten Jahr bevorzugt gefördert.

Als Option besteht eine einmalige Laufzeitverlängerung von 12 Monaten mit einer weiteren Fördersumme. Die Fördersumme beträgt insgesamt maximal 90.000 Euro. Die Zuweisung der zweiten Rate für das zweite Förderjahr setzt eine erfolgreiche Zwischenevaluierung durch die FiF-Kommission voraus.

Anträge, die nach Ablauf der Einreichungsfrist eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden.

Bei zweijährigen Projekten sind spätestens zwei Monate vor Ende der ersten Projektphase ein Folgeantrag und ein Zwischenbericht einzureichen.

3. Untersuchungen am Menschen und Konflikte mit der Zivilklausel

Sind im Projektantrag Untersuchungen am Menschen vorgesehen, ist die Bewilligung und die Freigabe der Mittel an einen positiven Bescheid der Ethikkommission der TU Darmstadt gebunden.

Um Verzögerungen zu vermeiden, wird empfohlen, den formlosen Antrag an die Ethikkommission parallel zum Vollantrag zu stellen. Das Votum der Ethikkommission ist der FiF-Kommission vorzulegen.

Sollten bei Forschenden Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit des Projekts mit der Zivilklausel der TU Darmstadt bestehen, wird empfohlen, auch hierzu eine Bewertung durch die Ethikkommission einzuholen und der FiF-Kommission vorzulegen.

4. Schriftwechsel

Jedes Projekt erhält eine eindeutige Kennzeichnung bestehend aus dem Jahr und einer laufenden Nummer (z.B 2018#15). Diese ist bei jedem Schriftwechsel anzugeben.

5. Laufzeiten

Die bewilligte Laufzeit des Projektes ergibt sich aus dem Bewilligungsschreiben. Die bewilligten Mittel stehen nur für den Bewilligungszeitraum zur Verfügung. Wird das Projekt nicht innerhalb der im Bewilligungsschreiben zugesagten Laufzeit abgeschlossen, soll spätestens ein Monat vor dem Ende der zunächst vorgesehenen Laufzeit ein schriftlicher Antrag auf „kostenneutrale Laufzeitverlängerung“ an das FiF gesendet werden (E-Mail an fif@fif.tu…). In diesem muss begründet werden, warum das Projekt nicht in der ursprünglich bewilligten Laufzeit beendet werden kann. Ob die Laufzeit verlängert wird, entscheidet die FiF-Kommission nach einer Prüfung im Einzelfall. Es können keine Mittel über den Bewilligungszeitraum hinaus verbucht oder abgerechnet werden.

6. Mittelzuweisung und Mittelverwendung

Wegen der Einrichtung eines 401er Projektes (Landesmittel) und der Zuweisung der Mittel setzen Sie sich bitte mit Frau Sobota (Dezernat Forschung) Tel. 57209, E-Mail: sobota.an@pvw.tu-darmstadt.de in Verbindung.

Grundsätzlich erfolgt die Bewilligung, Verrechnung und spätere Kontoprüfung bei jedem bewilligten Projekt über eine Projektnummer. Alle anderen Projektbeteiligten können sich einen Kontozugang einrichten lassen.

Bei zweijährigen Projekten erfolgt die Zuweisung jährlich und nur nach einer erfolgreichen Zwischenevaluierung durch die FiF-Kommission.

Die Mittelverwendung hat entsprechend der Bewilligung zu erfolgen. Ergibt sich aus dem Bewilligungsschreiben, dass bestimmte Projektmittel oder Mittelarten nur für einen konkreten Zweck zur Verfügung stehen, dürfen diese nur mit Zustimmung der FiF-Kommission für andere Zwecke verwendet werden. Erfolgt eine Verausgabung ohne Zustimmung, müssen die Mittel zurückerstattet werden.

Mittel können ausschließlich im Bewilligungszeitraum abgerechnet werden. Das Rechnungsdatum darf weder vor noch nach dem Bewilligungszeitraum liegen. Die Projektlaufzeit entspricht dem Ausgabenzeitraum.

Die Mittel sind gegenseitig deckungsfähig. Ausnahme siehe Flexibilisierte Förderung.

Es handelt sich bei einer Bewilligung nur dann um eine flexibilisierte Förderung, wenn diese im Bewilligungsschreiben ausdrücklich angegeben ist. Grundlage ist eine flexible Förderung im Sinne der Ziffer 6 der DFG Verwendungsrichtlinien 2.00 -12/15.

Eine ausdrückliche Ablehnung in der Bewilligung des jeweiligen Projekts darf nicht umgangen werden, die Erreichung des Projektzieles nicht gefährdet und das Projektziel nicht verändert werden. Die Regelungen zu den nicht abrechenbaren Ausgaben bleiben unberührt. Weiteres kann sich aus dem jeweiligen Bewilligungsschreiben ergeben.

Bei einer flexibilisierten Förderung steht der Bewilligungsbetrag, entsprechend den im Antrag angegebenen Positionen, bis zu der in der Bewilligung festgesetzten Höhe zur freien Verfügung, solange und soweit es der Erreichung des ursprünglichen Projektziels dient. Die Ansätze der Ausgabearten Personal- und Sachmittel können sich gegenseitig verstärken (Umdisposition), soweit es dem Vorhaben dient. Jedoch können Personalmittel nicht in Materialkosten umgewandelt werden. Dies gilt auch, wenn in der ursprünglichen Bewilligung keine Beträge für Personal- oder Sachmittel enthalten sind. Die Gründe für die Umdisposition müssen in den Abrechnungsunterlagen schriftlich festgehalten werden. Auf das Recht zur Prüfung der Mittelverwendung wird hingewiesen.

Bei der Verwendung sind die Bestimmungen zur Mittelverwendung von Landesmitteln zu beachten.

Eine Überziehung der Mittel ist grundsätzlich nicht möglich und muss ggf. durch andere Landesmittel ausgeglichen werden.

Personalmittel dürfen nur entsprechend den Regelungen zur Verausgabung von Landesmitteln verwendet werden und dürfen nicht zur Materialkosten umgewandelt werden. Bitte wenden Sie sich bei konkreten Fragen an die Personalabteilung.

Berechnungsgrundlage sind die jeweils aktuellen im Intranet hinterlegten durchschnittlichen Personalsätze (brutto) der TU Darmstadt. Hierzu zählen wissenschaftliches Personal, wissenschaftliche Hilfskräfte sowie studentische Hilfskräfte.

Reisekosten

Diese können als solche beantragt werden.

Materialkosten

Diese schließen Verbrauchsgüter und Kleinmaterialien ein, die einen direkten Bezug zum Projekt aufweisen müssen. Es wird davon ausgegangen, dass Standardgeräte im Fachgebiet zur Verfügung stehen oder darüber beschafft werden können.

Sollten, wie in Ausnahmefällen möglich, Mittel für wissenschaftliche Geräte bewilligt worden sein, können diese nicht zur Verstärkung anderer Ansätze verwendet werden.

Sonstige Kosten

Druckkosten z.B. müssen immer in einem direkten Bezug zum Projekt stehen.

Kosten für die Anschaffung von Literatur können nur in einem begründeten Ausnahmefall beantragt werden. Es wird davon ausgegangen, dass die nötige Fachliteratur aus vorhandenen Arbeitsmitteln im Fachgebiet beschafft werden kann. Druckkostenzuschüsse für Publikationen können nicht gewährt werden.

Nach Abschluss des Projektes ist spätestens ein Monat nach Ablauf der in der Bewilligung vorgesehenen Laufzeit, ein rechnerischer Verwendungsnachweis vorzulegen. Die Form ist mit Frau Gruber (Dezernat Forschung, Tel: 16-57203) abzusprechen. Nach Ablauf des Förderzeitraums und Vorlage des Abschlussberichts dürfen Restmittel grundsätzlich nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Nicht verwendete Mittel müssen ggf. zurückgegeben werden.

Vorlage Verwendungsnachweis

7. Projektergebnisse

Projektergebnisse sollen der FiF-Kommission in einem schriftlichen Bericht vorgelegt und zusätzlich in einer Präsentation vorgestellt werden. Diese Präsentation ersetzt nicht den Abschlussbericht. Dieser soll dem FiF bis spätestens einen Monat nach Beendigung des Projektes unaufgefordert zugehen.

Das Normalverfahren sieht eine Veröffentlichung (ohne Angaben zu den Finanzen) auf der entsprechenden FiF-Webseite vor. Ausnahmen sind mit dem FiF zu vereinbaren. Eine Publikation in den einschlägigen fach-, themen- bzw. disziplinspezifischen Organen ist erwünscht und soll nach Möglichkeit auf den FiF-Webseiten zur Projektförderung dokumentiert oder verlinkt werden.

Sollte ein großes öffentliches Interesse an dem Projekt erkennbar sein, ist darüber hinaus die Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung mit dem FiF erwünscht.

8. Projektabschluss

Der Abschlussbericht ist ein Kurzbericht, der die Kriterien der FiF Kommission aufgreift und mithilfe der dafür vorgesehenen Vorlagen erstellt werden muss.

Neben der Darstellung des Projektes muss er einen deutsch- und englischsprachiges Abstract enthalten.

Der Abschlussbericht ist zum Projektende fertigzustellen und spätestens einen Monat nach Laufzeitende unaufgefordert an zu senden. Das Normalverfahren sieht die Veröffentlichung des Projektberichts (ohne die Angaben zu den Finanzen) auf der FiF Webseite vor. Ausnahmen sind mit dem FiF zu vereinbaren.

Weiterhin werden die Antragsteller gebeten, die Projektergebnisse im Rahmen der FiF Kommission vorzustellen.

Nach Abschluss des Projektes ist spätestens ein Monat nach Ablauf der in der Bewilligung vorgesehenen Laufzeit, ein rechnerischer Verwendungsnachweis vorzulegen. Die Form ist mit Frau Sobota (Dezernat Forschung, Telefon 16-57209) abzusprechen.

Nach Ablauf des Förderzeitraums und Vorlage des Abschlussberichts dürfen Restmittel grundsätzlich nicht mehr in Anspruch genommen werden. Nicht verwendete Mittel müssen ggf. zurückgegeben werden.

Vorlage Verwendungsnachweis

9. Öffentlichkeitsarbeit

Die geförderten Projekte sind verpflichtet, Informationen zum Projekt für die Darstellung auf der FiF-Website zur Verfügung zu stellen. Wichtige Veröffentlichungen während oder nach Abschluss des Projektes sollten hier aufgeführt und/oder verlinkt werden.

Sollte ein großes universitätsöffentliches Interesse an dem Projekt erkennbar sein, ist die Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Forum interdisziplinäre Forschung erwünscht.

Aufgrund des hohen Interesses an den Projekten wird zu jedem Projekt ein Poster ausgestellt. Dieses sollte Kurzangaben zum Projekt (z. B. Motivation, Konzept, Ziele, Projektstruktur, Projektpartner, Kontaktinformationen) enthalten und mithilfe einer Vorlage erstellt werden.

10. Arbeitsdefinition Interdisziplinarität

1.

Interdisziplinarität entsteht im kooperativen Bezug auf Probleme, die sich nicht von einzelnen Disziplinen bearbeiten lassen. Kennzeichen der Interdisziplinarität ist also die problemorientierte Kooperation in Forschergruppen, die aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengesetzt sind.

2.

Disziplinen stehen einander methodisch und in ihren Gegenständen verschieden nahe. Zwischen manchen Disziplinen besteht eine lange Kooperationstradition und zwischen manchen nicht. Insbesondere die Förderung der Kooperation einander fremder und/oder selten kooperierender Fächer ist strategisch interessant. Zu diesem Zweck wird pragmatisch zwischen „kleiner“, „mittlerer“ und „großer“ Interdisziplinarität unterschieden:

Kleine Interdisziplinarität ist die Kooperation von zwei oder mehreren (a) eng benachbarten oder (b) traditionell häufig zusammenarbeitenden Fächern.

Mittlere Interdisziplinarität ist die Kooperation von zwei oder mehreren Fächern, in welcher (a) NaturwissenschaftlerInnen und IngenieurInnen oder (b) SozialwissenschaftlerInnnen und Geisteswissenschaftlerinnen zusammenarbeiten.

Große [„Breite“] Interdisziplinarität ist die Kooperation von zwei oder mehreren Fächern aus Ingenieurs- oder Naturwissenschaften einerseits und Sozial oder Geisteswissenschaften andererseits.

Beispiele zu Kooperationsmöglichkeiten können Sie unserer Aufstellung der bisher geförderten Projekte entnehmen.

11. Universitätsinterne Fördermöglichkeiten

Das universitätsinterne Förderprogramm Pioneer Fund hat zur Aufgabe, die Innovationsfähigkeit der TU Darmstadt zu steigern und bietet verschiedene Programmlinien. Ansprechpartner ist Herr Robert Heitzmann (heitzmann.ro@pvw.tu-…) Dezernat VI C.1. Hingewiesen sei auch auf andere bestehende Förderprogramme.

12. Testfragen für einen Antragserfolg

  • Ist der Antrag auch für Fachfremde verständlich formuliert?
  • Wird zur Bearbeitung eines Forschungsthemas fachübergreifend kooperiert?
  • Handelt es sich bei der Kooperation um eine Interdisziplinarität im Sinne der Arbeitsdefinition?
  • Handelt es sich um eine in den beteiligten Fächern nicht routinemäßige bereits etablierte Kooperation (Ausschlusskriterium)?
  • Ist mein Kooperationsvorhaben symmetrisch aufgestellt und ist eine „echte“ (d.h. nicht nur „additive“) Zusammenarbeit im Projektplan klar erkennbar?
  • Ist das Thema wissenschaftlich vielversprechend, aktuell, gesellschaftlich relevant und innovativ für die TU Darmstadt?
  • Ist eine Rückkopplung und Verbindung zur Lehre gegeben?
  • Habe ich einen realistischen Projektplan erstellt, der den aktuellen methodischen Standards der beteiligten Disziplinen entspricht?
  • Habe ich mir über die Kooperationsform Gedanken gemacht und meine Methoden der Zusammenarbeit daraufhin abgestimmt?
  • Habe ich im Antrag konkrete Angaben zur Anschlussförderung im Sinne von Drittmittelförderung – gemacht?
  • Ist der Zugang zu den notwendigen Ressourcen gesichert?
  • Ist der Zugang zur Kostenstelle gegeben und die Budgetverantwortlichkeit geklärt?