FiF-Forum 2020 mit Birger P. Priddat am 28.10.2020

Thema: Über die Erfindung der Kreativität im Kapitalismus

28.10.2020 18:00-20:00

Wann: 28.10.2020, 18 Uhr

Wo: Zoom-Meeting

Das alte bürgerliche Ideal der Muße hatte Marx, Keynes und Russell dazu ermuntert, über die Abschaffung der Arbeit zu reflektieren. Doch wandelt sich das Muße-Ideal in die Praxis der Freizeit (inklusive der Arbeitszeitverkürzungen), einhergehend mit dem Aufschwung der Konsumkultur. Die Kompensation der Arbeitsmühen durch gesteigerten Konsum wandelt sich gerade in eine Agilitätsprüfung der Arbeit selber, die in der Wissensgesellschaft in Kreativität transformiert wird. Das geht soweit, dass Arbeit unternehmerisch interpretiert wird (als „creative Entrepreneurship“). Ist das die – in den 70er Jahren versprochene, aber nicht eingehaltene – Humanisierung der Arbeit, die die Philosophin Elizabeth Anderson aus einem anderen Grund einfordert: wegen der einzigartigen gesellschaftlichen Tatsache, dass in Unternehmen noch private Herrschaft ausgeübt wird?

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Anmeldung: Wir erbitten eine Anmeldung bis zum 15. Oktober 2020 per E-Mail an . Weiterführende Informationen zum Ablauf und den Link zur Einwahl erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per E-Mail von uns.

Literatur:

Priddat, Birger P. (2019): Arbeit und Muße: Luther, Schiller, Marx, Weber, Lafargue, Keynes, Russell, Marcuse, Precht. Über eine europäische Hoffnung der Verwandlung von Arbeit in höhere Tätigkeit, Weimar: Metropolis Verlag.

Webseite: www.priddat.de